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Der Einsteigerinnen-Guide: Domain & Hosting für deine Webseite einfach erklärt

    Im Artikel erkläre ich dir, was hinter den Begriffen Domain und Hosting steckt und warum der richtige Hosting-Anbieter so wichtig ist. Zudem bekommst du meine Empfehlung für den passenden WordPress Hosting-Anbieter.

    Hinweis: Der Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Schließt du über diesen Link einen Hostingvertrag ab, bekomme ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich. Affiliate-Links setze ich nur für Produkte, von denen ich überzeugt bin und die ich selbst nutze.

    Wie wird meine Webseite im Internet eigentlich gefunden?

    Damit deine Webseite im Internet auffindbar und für Userinnen nutzbar ist, brauchst du neben der Webseite selbst diese zwei Dinge: Eine Domain und ein Hosting.

    Um das ein bisschen plakativer zu erklären: Stell dir einen Laden in der Fußgängerzone vor. Deine Webseite ist die Inneneinrichtung des Ladens. Die Domain ist der Name des Ladens, der groß an der Fassade steht. Und das Hosting ist die Lage des Ladens. Lass uns ein bisschen mehr ins Detail gehen:

    Die Domain

    Die Domain ist deine Internetadresse, also zum Beispiel kathrin-kriesch.de. Für jedes Land bzw. jede Endung musst du eine separate Domain kaufen, um über diese erreichbar zu sein. Falls du dir immer noch nichts zum Thema Domain vorstellen kannst: Eine Domain ist das große Schild an der Außenfassade des Ladens. Nur wenn dein Name auch außen am Laden steht, wissen Kundinnen oder auch der Postbote, dass es den Laden gibt. Analog kannst du dir das bei deiner Webseite vorstellen. Nur wenn diese mit einer Domain verknüpft ist, können Userinnen, Suchmaschinen und KI-Tools deine Webseite finden.

    Zwei Tipps zum Thema Domain:

    Hosting: Das Grundstück für deine Webseite

    Mit Hosting ist der Server gemeint, auf dem deine Webseite liegt und von überall aus aufgerufen werden kann. Um bei der Metapher mit dem Laden zu bleiben: Dein Hosting ist die Lage des Geschäfts. Je nachdem, ob der Laden mitten in der Fußgängerzone liegt oder in einer kleinen Seitenstraße finden ihn mehr oder weniger Menschen. Und ähnlich funktioniert das auch für Webseiten. Je nachdem, wie gut erreichbar ein Server ist, desto schneller lädt deine Webseite auf den Geräten von Userinnen. Und je schneller eine Webseite lädt, desto eher finden sie auch Suchmaschinen und KI-Tools.

    Selbst den schönsten Laden mit dem tollsten Namen finden Menschen nicht, wenn er versteckt in einer Seitenstraße liegt. Ähnlich ist es mit einer Webseite, die auf einem langsamen Server liegt. Die Webseite kann noch so schön und nutzerfreundlich sein. Wenn das Hosting dahinter langsam ist, werden Suchmaschinen, KI-Tools und Menschen die Webseite weniger häufig aufrufen.

    Übrigens: Domain und Hosting können bei unterschiedlichen Anbietern liegen. Das hat keinen Einfluss auf die Leistung deiner Webseite.

    Exkurs: Warum ist deine Webseite langsam?


    Für langsame Ladezeiten können verschiedene Dinge verantwortlich sein. Zum Beispiel nicht komprimierte (also in einem großen Format) hochgeladene Bilder und Videos. Aber auch zu viel Code oder veralteter Code können deine Webseite langsam machen. Was mir in meinen Projekten immer wieder auffällt und einer der Hauptgründe für langsame Webseiten ist, ist: der Hostinganbieter. Vor allem Ionos und Strato sind dafür bekannt, dass sich deine Webseite die Serverkapazitäten mit vielen anderen teilt. Wollen viele Menschen gleichzeitig auf deine Webseite und auf andere Webseiten, die auf dem gleichen Server liegen, zugreifen, laden alle Webseiten langsam. Um bei dem Vergleich mit dem Laden zu bleiben: Ionos und Strato kannst du dir wie ein riesiges Einkaufszentrum vorstellen. Den Platz teilst du dir mit vielen anderen Läden. Wollen viele Menschen gleichzeitig ins Einkaufszentrum (wie zum Beispiel einen Tag vor Weihnachten) entsteht schon auf dem Parkplatz ein Stau und Menschen müssen sich in eine Schlange stellen, um überhaupt in das Einkaufszentrum reinzukommen. Dementsprechend lange dauert es, bis Menschen dann überhaupt in deinem Laden landen.

    Bei WordPress Webseiten würde ich daher immer darauf achten, einen auf WordPress spezialisierten Hostinganbieter zu wählen.

    Übrigens: Die Ladezeit deiner Webseite kannst du dir ganz einfach im Google Page Speed Insights ansehen.

    Baukastensysteme: Webseite, Hosting und Domain in einem Paket

    Anbieter wie Ionos, Wix, Squarespace oder Webflow bieten quasi alles aus einer Hand an. Du musst dich nicht um extra Verträge für Domain und Hosting kümmern und auch kein Content Management System wie WordPress selbst einrichten. Klingt super, hat aber meiner Meinung nach einige Nachteile:

    • Zum Teil langsame Webseiten und geringe Werte im Google Page Speed Test. Ich hatte jahrelang einen Blog über Wix, der sehr langsam war und dadurch auch keinerlei organischen Traffic generiert hat.
    • Kein Einfluss darauf, wo deine Webseite liegt: Webflow hostet beispielsweise alle Seiten auf US-amerikanischen Servern, also in einem unsicheren Drittland. Darauf musst du deine UserInnen in der Cookie-Erklärung hinweisen.
    • Bei Anbietern wie Webflow gehört dir die Webseite nicht, sondern du mietest sie quasi nur an.
    • Beim Wechsel von einem System auf das andere machen es dir alle genannten Anbieter extrem schwer. Den oben genannten Wix-Blog musste ich händisch zu WordPress umziehen, da es keine Schnittstellen oder ähnliches gibt. Dafür schießen zwar immer mehr KI-Anbieter aus dem Boden, die so etwas für dich übernehmen. Allerdings wollen diese meistens viel zu viele Systemberechtigungen und Zugriff auf deine Passwörter. Sei daher vorsichtig, welchen (KI-) Tools du welche Berechtigungen gibst.
    • Einschränkungen, was Design & Funktionalität angeht: Vor allem mit Ionos und Strato stehen dir nur begrenzt Möglichkeiten zur Verfügung, ansprechende Webseiten zu erstellen, die nicht nach 08/15 aussehen. Für sehr einfache Webseiten sind diese Baukastensysteme gut geeignet. Hier ein Beispiel für eine Webseite, die ich mit den Ionos Baukasten erstellt habe: https://www.savosfood.de/

    Aus diesen Gründen nutze ich seit Jahren eigentlich nur noch WordPress für meine Webprojekte. Ja, das erste Mal WordPress selbst aufzusetzen, ist ein wenig komplizierter als die meisten Baukastensysteme. Dafür hast du quasi unbegrenzte Anpassungsmöglichkeiten, was Design & Funktionalitäten angeht. Für fast alles gibt es Plugins. Und auch die große WordPress Community solltest du nicht unterschätzen.

    Das passende WordPress Hosting

    Mit WordPress bist du an sich flexibel, wo du deine Webseite hostest. Ich würde immer ein auf WordPress spezialisiertes Hosting empfehlen. Alle meine WordPress Webseiten laufen aktuell über Raidboxes und ich bin bisher begeistert:

    • Schnelle Ladezeiten meiner Webseiten und dadurch auch ein deutlicher Anstieg des organischen Traffics (im Vergleich zu der Zeit, als ich die Seite über Strato gehostet habe).
    • Super Kundensupport, der mich auch bei diversen Umzügen und Problemen immer sofort unterstützt – auch am Wochenende.
    • Es wird jede Nacht ein automatisches Backup deiner Webseite erstellt. Du musst dich also nicht noch um ein extra Plugin dafür kümmern.
    • Alle Server laufen auf Ökostrom und in Deutschland. Da mir das Thema Nachhaltigkeit wichtig ist, ist das ein wichtiger Punkt für mich.

    Preise und Pakete:

    So viel vorab: Raidboxes ist nicht der günstigste Anbieter. Aus den oben genannten Gründen finde ich den höheren Preis aber völlig ok.

    Hosting:

    Hostingpakete, die bei Raidboxes Boxen heißen, starten bei 15€ im Monat bei monatlicher Zahlung. Bei jährlicher Zahlung kannst du sparen. Du kannst auch erstmal eine sogenannte Testbox anlegen und Raidboxes testen, ohne direkt einen Vertrag abzuschließen.

    Domain:

    Auch Domains kannst du direkt über Raidboxes erwerben – sie kosten je nach Domain ab 12€ pro Jahr.

    E-Mail:

    Seit einiger Zeit gibt es über Raidboxes auch ein E-Mail Hosting. Damit kannst du dir zu deiner Domain auch die passende E-Mail Adresse erstellen lassen. Kosten: ab 3€ pro Monat.

    Fazit:

    Domain und Hosting sind die Grundlage jeder Website, auch wenn sie oft unsichtbar im Hintergrund arbeiten. Die Domain sorgt dafür, dass deine Website überhaupt gefunden werden kann.
    Das Hosting entscheidet darüber, wie schnell deine Seite lädt und wie zuverlässig sie erreichbar ist.

    Gerade beim Hosting lohnt es sich, nicht nur auf den günstigsten Preis zu schauen. Ein stabiler Server, gute Ladezeiten und ein hilfreicher Support sparen dir langfristig Zeit, Nerven und oft auch Geld.

    Wenn du mit WordPress arbeitest, empfehle ich dir, ein Hosting zu wählen, das speziell dafür optimiert ist. So hast du eine solide Basis, auf der deine Website wachsen kann.


    Illustration Kathrin Kriesch

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